Gipsmörtel
V15

Normalmauermörtel gemäß DIN EN 998-2
  • Bindemittelbasis: Gips
  • Gipsmörtel für gipshaltiges Mauerwerk
  • zum Mauern und Verfugen im Innen- und Außenbereich
  • Mörtelentwicklung im Rahmen des Projektes 18320 der deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
  • sulfatbeständig
  • Körnung: 0 – 4 mm
  • Verbrauch: je nach Anwendung

Anwendungen

  • zum Mauern und Verfugen im Innen- und Außenbereich
  • zur Herstellung von Mauer- und Fugenmörtel für die Sanierung von sulfathaltigem Mauerwerk
  • traditionelle Handverarbeitung

Eigenschaften

  • Mörtelentwicklung im Rahmen des Projektes 18320 der deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
  • sulfatbeständig
  • basierend auf der Grundlagenforschung durchgeführt im DBU Projekt AZ 18320 "Optimierung und Erprobung dauerhafter Gipsmörtel"
  • durch eingestelltes Wasserrückhaltevermögen kein Absetzen von Wasser
  • witterungs- und frostbeständig nach Erhärtung
  • schlagregensicher
  • kraftschlüssiger Haftverbund in den Kontaktflächen zwischen Mörtel und Steinen

Zusammensetzung

  • mineralisches Bindemittel auf Gipsbasis, Spezialgips gemäß DIN EN 13279
  • gestufte Gesteinskörnung gemäß DIN EN 13139
  • spezielle Zusätze zur Regulierung der Abbindezeit und Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften

Lieferform

  • 30 kg/Sack

Untergrund

Allgemein

  • historisches Mauerwerk mit Gipsmörtel

Beschaffenheit / Prüfungen

  • Mauersteine und Untergründe müssen fest, tragfähig, frostfrei und frei von haftvermindernden Rückständen sein.
  • Fugenflanken müssen frostfrei, trocken, öl-, anstrich-, staubfrei und frei von weichen und lockeren Mörtelresten sein.

Vorbehandlung

  • Vor der Neuverfugung von Mauerwerk muss die Fuge so tief ausgeräumt werden, dass sie der doppelten Fugenbreite entspricht, mindestens jedoch 2 cm.
  • Eine Säuberung der Fugen ist durchzuführen. Die Fugenflanken müssen staubfrei und frei von weichen und lockeren Mörtelresten sein.
  • Die Fugen sind je nach Saugverhalten vorzunässen.
  • Bei der Vorbehandlung der zu bearbeitenden Flächen ist die unterschiedliche Saugfähigkeit der Materialien zu berücksichtigen. Durch Beobachtung der Wasseraufnahmefähigkeit ist die Vorbehandlung den Gegebenheiten anzupassen. So kann es sich zeigen, dass wenig saugendes dichtes Gestein (z. B. Granit) einen geringen Wasserbedarf besitzt, der in der Fuge befindliche Mörtel jedoch stark saugfähig ist. Wird dieser vor der Verfugung nicht genügend vorgenässt, wird dem neu eingebrachten Mörtel zu viel Wasser entzogen. Hierdurch kommt es zu mangelhaften Verbund- und Minderfestigkeiten der Verfugung. Dies gilt auch für das mehrlagige Verarbeiten, bedingt durch Fugen über 2 cm Tiefe.

Verarbeitung

Temperatur

  • Nicht verarbeiten und trocknen / abbinden lassen bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen unter +5°C und bei zu erwartendem Nachtfrost sowie über +30°C, direkter Sonneneinstrahlung, stark erwärmten Untergründen und/oder starker Windeinwirkung.

Anmischen / Zubereiten / Aufbereiten

  • Produkt mit geeigneter Maschinentechnik, z. B. Zwangs- oder Durchlaufmischer, oder von Hand anmischen.
  • Bei maschineller Verarbeitung: Wasserzulauf auf verarbeitungsfähige Konsistenz einstellen.
  • Beim händischen Anmischen zunächst die bei den technischen Daten angegebene Wassermenge in ein sauberes Gefäß geben und Trockenmörtel einstreuen. Sauberes Leitungswasser verwenden.
  • Material mit einem geeigneten Rührwerk homogen und knollenfrei anmischen, kurz ruhen lassen und anschließend, ggf. bei weiterer Wasserzugabe, nochmals aufrühren und Konsistenz verarbeitungsgerecht einstellen.
  • Konsistenz: erdfeucht
  • Nicht mit anderen Produkten und/oder Fremdstoffen vermischen.

Auftragen / Verarbeiten

  • Mauern:
  • Mörtel mit der Kelle in gewünschter Schichtdicke auf dem Mauerwerk auftragen, Steine versetzen und überstehenden Mörtel abstreifen. Auf vollfugiges Vermauern ist zu achten.
  • Bei Sichtmauerwerk Fugen ansteifen lassen und mit einem Fugeisen, Schlauch oder Ähnlichem glätten. Anschließend Mauerwerk sofort reinigen.
  • Fugen:
  • Bei der Neuverfugung ist darauf zu achten, dass sich die Neuverfugung an den Fugenflanken verklammert.
  • In besonderen Fällen, z. B. Feldsteinmauerwerk, sind jeweils nur kleinere Mauerwerksbereiche auszustemmen und sofort wieder zu verfugen, um Ausbrüche der Mauerwerksbereiche zu vermeiden.

Verarbeitbare Zeit

  • ca. 1 Stunde
  • Zeitangaben beziehen sich auf +20°C und 65% relative Luftfeuchtigkeit.
  • Bereits angesteifter Mörtel darf nicht mehr mit zusätzlichem Wasser verdünnt, aufgemischt und weiter verarbeitet werden.

Trocknung / Erhärtung

  • Bei der Planung der Ausführungszeiten ist zu berücksichtigen, dass die Temperaturen am, bzw. im Mauerwerk nicht unter +5°C absinken dürfen. In Jahreszeiten, in denen die Möglichkeit eines weiteren Absinkens der Temperatur angenommen werden muss, dürfen Arbeiten mit dem Produkt nicht mehr ausgeführt werden.
  • Der frische Mörtel ist vor zu rascher Austrocknung und ungünstigen Witterungseinflüssen wie z. B. Frost, Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung sowie vor direkter Schlagregeneinwirkung zu schützen, ggf. durch Abhängen mit Folie.

Werkzeugreinigung

  • Werkzeuge und Geräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.

Verbrauch / Ergiebigkeit

  • Ergiebigkeit: ca. 18 l Nassmörtel pro Sack
  • Ergiebigkeit: ca. 600 l Nassmörtel pro Tonne
Technische Informationen
Bindemittelbasis:Bindemittel gemäß Patent-Nr. PA 3437680
Druckfestigkeit:(Nachweis gemäß EN 13279-2) ≥ 10 N/mm²
Körnung:0-4 mm
Wasserbedarf:ca. 4,1 l/Sack
Farbe:hellgrau

Bei allen Daten handelt es sich um Durchschnittswerte, die unter Laborbedingungen nach einschlägigen Prüfnormen und Anwendungsversuchen ermittelt wurden. Abweichungen unter Praxisbedingungen sind möglich.