Trass-Spachtel- und Modellierputz - TSM

Trass-Spachtel- und Modellierputz
TSM

Edelputzmörtel CR CS II gemäß DIN EN 998-1
  • Oberputz für außen und innen
  • Dünnschicht-Spachtelputz für Gewebespachtelungen
  • zur individuellen Oberflächengestaltung (gefilzt, strukturiert, verwaschen)
  • als Oberputz auf mineralischen Untergründen
  • Körnung: 0 – 1 mm, 0 – 2 mm
  • Verbrauch: ca. 6 kg/m² pro 5 mm Putzdicke
  • Container mit angebauter Maschinentechnik auf Wunsch lieferbar

  • Produktmerkmale
  • Verarbeitung
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Anwendungen

  • Dünnschicht-Spachtelputz für Gewebespachtelungen
  • zur individuellen Oberflächengestaltung (gefilzt, strukturiert, verwaschen)
  • als Oberputz auf mineralischen Untergründen
  • zur Überarbeitung tragfähiger Altputze
  • nicht geeignet für Wärmedämm-Verbundsysteme

Eigenschaften

  • leicht und geschmeidig verarbeitbar
  • Wasser abweisend
  • witterungs- und UV-beständig
  • Brandverhalten A1 - nicht brennbar
  • hoch wasserdampfdiffusionsoffen
  • spannungsarmer Erhärtungsverlauf
  • gleichmäßiges, ansprechendes Filzbild
  • gutes Haftvermögen

Zusammensetzung

  • Trass gemäß DIN 51043
  • Grauzement gemäß DIN EN 197-1
  • Weißkalkhydrat gemäß DIN EN 459-1
  • fein fraktionierte Kalksteinbrechsande
  • fein fraktionierte Quarzsande
  • Additive zur Steuerung und Verbesserung der Verarbeitungs- und Produkteigenschaften
  • Additive zur besseren Untergrundhaftung

Lieferform

  • 25 kg/Sack

Untergrund

Allgemein

  • Kalk-, kalkzement- oder zementgebundene Unter- oder Armierungsputze

Beschaffenheit / Prüfungen

  • Zur Beurteilung des Putzgrundes sind die VOB/C DIN 18350, Abschnitt 3, DIN EN 13914-1/13914-2 sowie die Putznorm DIN 18550-1/18550-2 zu beachten.
  • Der Untergrund muss trocken, eben, sauber, trag- und saugfähig, frei von haftmindernden Rückständen, Ausblühungen und Sinterschichten sein.
  • Die Tragfähigkeit, insbesondere von Altputzen und -anstrichen, muss sorgfältig geprüft werden (z. B. Abreißprobe oder Gitterschnitt durchführen).

Vorbehandlung

  • Vor dem Oberputzauftrag muss der Putzgrund gleichmäßig abgetrocknet sein. Eine Mindeststandzeit von 1 Tag pro 1 mm Schichtdicke des Unterputzes ist einzuhalten.
  • Auf Kalk- und Kalkzementputz empfehlen wir eine geeignete Grundierung aufzubringen, um das Saugverhalten zu vereinheitlichen.

Verarbeitung

Temperatur

  • Nicht verarbeiten und trocknen / abbinden lassen bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen unter +5°C und bei zu erwartendem Nachtfrost sowie über +30°C, direkter Sonneneinstrahlung, stark erwärmten Untergründen und/oder starker Windeinwirkung.

Anmischen / Zubereiten / Aufbereiten

  • Von Hand und mit marktüblichen Putzmaschinen verarbeitbar.
  • Beim händischen Anmischen zunächst die bei den technischen Daten angegebene Wassermenge in ein sauberes Gefäß geben und Trockenmörtel einstreuen. Sauberes Leitungswasser verwenden.
  • Material mit einem geeigneten Rührwerk homogen und knollenfrei anmischen, kurz reifen lassen und nochmals aufrühren.
  • Nicht mit anderen Produkten und/oder Fremdstoffen vermischen.
  • Bei maschineller Verarbeitung: Wasserzulauf auf verarbeitungsfähige Konsistenz einstellen.
  • Bei längeren Arbeitsunterbrechungen, Putzmaschine und Mörtelschläuche reinigen.

Auftragen / Verarbeiten

  • Material als Oberputz in Schichtdicken von 3 bis 10 mm auftragen.
  • Je nach gewünschter Struktur frei modellieren oder verwaschen.
  • Material als Armierungsputz in Schichtdicken von 3 bis 5 mm auftragen.
  • Armierungsgewebe straff und faltenfrei in das obere Drittel der Putzlage einlegen. Die einzelnen Gewebebahnen müssen sich mindestens 10 cm überlappen und vollständig mit Armierungsmörtel überdeckt sein.
  • Für Fassadenüberarbeitungen Material in Putzdicken bis 10 mm auftragen.

Verarbeitbare Zeit

  • ca. 60 Minuten
  • Zeitangaben beziehen sich auf +20°C und 65% relative Luftfeuchtigkeit.
  • Bereits angesteifter Mörtel darf nicht mehr mit zusätzlichem Wasser verdünnt, aufgemischt und weiter verarbeitet werden.

Trocknung / Erhärtung

  • Zur Vermeidung eines zu schnellen Wasserentzuges bei hohen Temperaturen sollte die Putzfläche mindestens 3 Tage feucht gehalten werden.
  • Bei ungünstigen Witterungsbedingungen (z. B. Schlagregen, starke Sonnen- und/oder Windeinwirkung, Frost) sind geeignete Schutzmaßnahmen, insbesondere für frisch beschichtete Flächen zu treffen.
  • Niedrige Temperaturen und/oder hohe Luftfeuchte verzögern, hohe Temperaturen und/oder niedrige Luftfeuchte beschleunigen die Trocknung und Erhärtung.

Nachfolgende Beschichtung / Überarbeitbarkeit

  • Auf mineralischen Oberputzen ist grundsätzlich ein Egalisationsanstrich vorzusehen.
  • Bei zum Anstrich abweichendem Putzfarbton oder exponierten Gebäudelagen (z. B. Wetterseite) sind mindestens zwei Anstriche erforderlich.
  • Vor dem Aufbringen eines Anstrichs muss die Putzfläche ausreichend fest und vollständig durchgetrocknet sein.

Werkzeugreinigung

  • Werkzeuge und Geräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.

Hinweise

  • Zur Vermeidung von Stoßbildungen und Strukturfehlern, z. B. bei Gerüstlagen, immer nass in nass arbeiten. Zusammenhängende Flächen sind in einem Arbeitsgang fertigzustellen.
  • Angrenzende Flächen und Bauteile (z. B. Fenster, Fensterbänke usw.) sorgfältig abdecken. Verunreinigungen sofort mit Wasser abwaschen.
  • Merkblatt "Egalisationsanstriche auf Edelputzen" des Verbands für Dämmsysteme, Putz und Mörtel e.V. beachten.
  • Gegenüber Musterflächen oder Farbtonkarten können auf der fertigen Fläche Struktur- und/oder Farbtonunterschiede auftreten.
  • Bei verwaschenen Putzstrukturen oder bei Oberputzen mit einer Korngröße kleiner 2 mm wird zur Reduzierung der Rissgefahr zusätzlich ein vollflächiger Armierungsputz mit Gewebeeinlage empfohlen. Gleiches sollte bei einer Farbgebung mit einem Hellbzugswert (HBW) kleiner 20 Anwendung finden.

Verbrauch / Ergiebigkeit

  • Die Verbrauchsmenge ist abhängig von der Beschaffenheit des Untergrunds und des Auftragsverfahrens. Genauen Wert durch Probeauftrag am Objekt ermitteln.