Restaurierungsmörtel - HSM 2 M2,5

Restaurierungsmörtel
HSM 2 M2,5

Normalmauermörtel M2,5 gemäß DIN EN 998-2
NM II gemäß DIN 20000-412
  • Bindemittelbasis: gemäß Patent PA 3437680
  • Werksteinmörtel für gipshaltiges Mauerwerk
  • zur Herstellung von Mauer-, Vormauer-, Putz- und Fugenmörtel
  • sulfatbeständig
  • Körnung: 0 – 2 mm, 0 – 4 mm
  • Verbrauch: je nach Anwendung

  • Produktmerkmale
  • Verarbeitung
  • Technische Daten
  • Downloads

Anwendungen

  • zur Herstellung von Mauer-, Vormauer-, Putz- und Fugenmörtel
  • besonders geeignet zur Mauerwerksanierung an historischen Gebäuden mit gipshaltigem Mauerwerk
  • für außen und innen

Eigenschaften

  • sulfatbeständig
  • verträglich mit gipshaltigen Altmörteln und Untergründen
  • mineralisch
  • hoch sulfatbeständig
  • kein Wässern durch eingestelltes Wasserrückhaltevermögen
  • witterungs- und frostbeständig nach Erhärtung
  • schlagregensicher
  • kraftschlüssiger Haftverbund in den Kontaktflächen zwischen Mörtel und Steinen

  • leichte und zeitsparende Verarbeitung

Zusammensetzung

  • Bindemittel gemäß Patent PA 3437680, Spezialbindemittel entwickelt nach der Grundlagenforschung mit dem Institut für Gesteinshüttenkunde der RWTH Aachen
  • Trass gemäß DIN 51043
  • gestufte Gesteinskörnung gemäß DIN EN 13139

Lieferform

  • 25 kg/Sack

Untergrund

Allgemein

  • Mauerwerk aller Art
  • gipshaltiges Altmauerwerk

Beschaffenheit / Prüfungen

  • Fugenflanken müssen frostfrei, trocken, öl-, anstrich-, staubfrei und frei von weichen und lockeren Mörtelresten sein.
  • Mauersteine und Untergründe müssen fest, tragfähig, sauber, trocken, frostfrei und frei von Anstrichen oder haftvermindernden Rückständen sein.

Vorbehandlung

  • Stark saugende Untergründe sind rechtzeitig, gegebenenfalls Tage vorher, vorzunässen.
  • Bei der Vorbehandlung der zu bearbeitenden Flächen ist die unterschiedliche Saugfähigkeit der Materialien zu berücksichtigen. Durch Beobachtung der Wasseraufnahmefähigkeit ist die Vorbehandlung den Gegebenheiten anzupassen. So kann es sich zeigen, dass wenig saugendes dichtes Gestein (z. B. Granit) einen geringen Wasserbedarf besitzt, der in der Fuge befindliche Mörtel jedoch stark saugfähig ist. Wird dieser vor der Verfugung nicht genügend vorgenässt, wird dem neu eingebrachten Mörtel zu viel Wasser entzogen. Hierdurch kommt es zu mangelhaften Verbund- und Minderfestigkeiten der Verfugung. Dies gilt auch für das mehrlagige Verarbeiten, bedingt durch Fugen über 2 cm Tiefe.
  • Bei einer Neuverfugung ist eine vorherige Säuberung der ausgestemmten Fuge erforderlich. Die Fugenflanken müssen staubfrei und frei von weichen und lockeren Mörtelresten sein. Die Tiefe der ausgestemmten Fuge soll der zweifachen Breite entsprechen.

Verarbeitung

Temperatur

  • Nicht verarbeiten und trocknen / abbinden lassen bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen unter +5°C und bei zu erwartendem Nachtfrost sowie über +30°C, direkter Sonneneinstrahlung, stark erwärmten Untergründen und/oder starker Windeinwirkung.

Anmischen / Zubereiten / Aufbereiten

  • Bei maschineller Verarbeitung: Wasserzulauf auf verarbeitungsfähige Konsistenz einstellen.
  • Trockenmörtel im Durchlauf-, Freifall- oder Zwangsmischer mit sauberem Wasser maximal 2 bis 3 Minuten konsistenzgerecht anmischen.
  • Beim händischen Anmischen zunächst die bei den technischen Daten angegebene Wassermenge in ein sauberes Gefäß geben und Trockenmörtel einstreuen. Sauberes Leitungswasser verwenden.
  • Material mit einem geeigneten Rührwerk homogen und knollenfrei anmischen, kurz ruhen lassen und anschließend, ggf. bei weiterer Wasserzugabe, nochmals aufrühren und Konsistenz verarbeitungsgerecht einstellen.
  • Nicht mit anderen Produkten und/oder Fremdstoffen vermischen.

Auftragen / Verarbeiten

  • Mauern:
  • Mörtel mit der Kelle in gewünschter Schichtdicke auf dem Mauerwerk auftragen, Steine versetzen und überstehenden Mörtel abstreifen. Auf vollfugiges Vermauern ist zu achten.
  • Bei Sichtmauerwerk Fugen ansteifen lassen und mit einem Fugeisen, Schlauch oder Ähnlichem glätten. Anschließend Mauerwerk sofort reinigen.
  • Putzen:
  • Der Putzauftrag sollte zweilagig ausgeführt werden.
  • Nach Erreichen einer ausreichenden Oberflächenfestigkeit die erste Lage gut aufrauen und je mm Putzauftrag 1 Tag aushärten lassen.
  • Auftragsstärke mindestens 10 mm pro Lage.
  • Fugen:
  • Der Mörtel sollte nicht in Fugen größer 4 cm Fugenbreite eingebracht werden, es sei denn, dass diese Fugen mit ausreichend vorgenässtem Steinbruch ausgezwickelt werden.
  • Tiefe und breite Fugen sind zweilagig zu verfugen.
  • Die abschließende Fugendecklage ist mit tubag TKF M5 Trass-Kalk-Fugenmörtel ausgebildet werden.
  • In besonderen Fällen, z. B. Feldsteinmauerwerk, sind jeweils nur kleinere Mauerwerksbereiche auszustemmen und sofort wieder zu verfugen, um Ausbrüche der Mauerwerksbereiche zu vermeiden.

Verarbeitbare Zeit

  • ca. 2 Stunden
  • Zeitangaben beziehen sich auf +20°C und 65% relative Luftfeuchtigkeit.
  • Bereits angesteifter Mörtel darf nicht mehr mit zusätzlichem Wasser verdünnt, aufgemischt und weiter verarbeitet werden.

Trocknung / Erhärtung

  • Das frische Mauerwerk ist vor ungünstigen Witterungseinflüssen wie sehr hohen und tiefen Temperaturen, Frost, Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung sowie vor Schlagregeneinwirkung zu schützen (z. B. durch Abhängen mit Folie).
  • Tubag HSM Restaurierungsmörtel erhärtet aufgabengemäß langsamer. Fertig gestellte Abschnitte sind daher wirksam vor Austrocknung zu schützen. Feuchtigkeitsverluste müssen durch benebeln mit Wasser verhindert werden. Wird der noch frische Mörtrel unmittelbar nach der Verarbeitung benebelt, ist darauf zu achten, dass kein Bindemittel ausgeschwemmt wird. Bei sachgemäßer Verarbeitung hat der Mörtel nach ca. 7 Tagen die Festigkeit eines herkömmlichen Mörtels der Mörtelgruppe II. Bei niedrigen Temperaturen verlängert sich dieser Zeitraum erheblich.
  • Bei der Planung der Ausführungszeiten ist zu berücksichtigen, dass die Temperaturen am, bzw. im Mauerwerk nicht unter +5°C absinken dürfen. In Jahreszeiten, in denen die Möglichkeit eines weiteren Absinkens der Temperatur angenommen werden muss, dürfen Arbeiten mit dem Produkt nicht mehr ausgeführt werden.
  • Fertig gestellte Abschnitte wirksam gegen Auskühlung zu schützen. Die Minimaltemperatur von +5°C darf auch während der Zeit der Nachbehandlung nicht unterschritten werden. Bei niedrigen Temperaturen verlangsamt sich das Erhärten des Mörtels stark, so dass der Mörtel sehr lange nachbehandelt werden muss.

Werkzeugreinigung

  • Werkzeuge und Geräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.

Verbrauch / Ergiebigkeit

  • Ergiebigkeit: ca. 16 l Nassmörtel pro Sack
  • Ergiebigkeit: ca. 650 l Nassmörtel pro Tonne
Technische Informationen
Bindemittelbasis:Bindemittel gemäß Patent-Nr. PA 3437680
Produkttyp:Normalmauermörtel
Druckfestigkeit (Klasse):M2,5
Mörtelgruppe:NM II
Druckfestigkeit:≥ 2,5 N/mm²
Körnung:0-2 mm; 0-4 mm
Wasserbedarf:ca. 3,6 - 4,3 l/Sack
Farbe:grau / hellbeige

Bei allen Daten handelt es sich um Durchschnittswerte, die unter Laborbedingungen nach einschlägigen Prüfnormen und Anwendungsversuchen ermittelt wurden. Abweichungen unter Praxisbedingungen sind möglich.