Pflasterfugenmörtel - PFH

Pflasterfugenmörtel
PFH

  • zementgebundener Pflasterfugenmörtel mit Trass für Natur- und Betonsteinpflaster
  • für Flächen mit hoher Verkehrsbelastung
  • auch für den Straßenbau geeignet
  • wasserundurchlässig
  • erfüllt die Anforderungen des Merkblattes FGSV M FP geb. 618/2 Pflasterfugenmörtel Typ A
  • Druckfestigkeit: ≥ 50 N/mm²
  • Körnung: 0 – 1,2 mm
  • Geeignet für den Straßenbau

  • Produktmerkmale
  • Verarbeitung
  • Technische Daten
  • Downloads

Anwendungen

  • für Flächen mit hoher Verkehrsbelastung
  • zur Verfugung von Alt- und Neupflaster
  • geeignet für das waage- und senkrechte Verfugen von Rinnen, Zeilen und Bordsteinen aus Natursteinen oder Klinker (für Betonsteine siehe tubag PFH light)
  • für die Ausbildung von Entwässerungsrinnen

Eigenschaften

  • auch für den Straßenbau geeignet
  • wasserundurchlässig
  • erfüllt die Anforderungen des Merkblattes FGSV M FP geb. 618/2 Pflasterfugenmörtel Typ A
  • Druckfestigkeit: ≥ 50 N/mm²
  • erfüllt die Anforderungen des FGSV-Arbeitspapiers 618/2
  • hoch fließfähig
  • selbstverdichtend
  • polymermodifiziert
  • hohe Druckfestigkeit
  • hohe Haftzugfestigkeit
  • geringe Schwindneigung
  • spannungsarm abbindend durch original tubag Trass
  • einkomponentig
  • wasserundurchlässig nach Erhärtung
  • leichte Verarbeitung
  • hoher Frost-Tausalz-Widerstand
  • Kehrmaschinen geeignet

Zusammensetzung

  • Zement gemäß DIN EN 197-1
  • Trass gemäß DIN 51043
  • gestufte Gesteinskörnung gemäß DIN EN 13139
  • Zusatzmittel mit bauaufsichtlicher Zulassung zur Verbesserung der Verarbeitungseigenschaften

Lieferform

  • 25 kg/Sack
  • lose im Silo

Untergrund

Beschaffenheit / Prüfungen

  • Die Fugentiefe sollte mindestens 2/3 der Steinhöhe betragen.
  • Erforderliche Mindestfugenbreite: 5 mm
  • Maximale Fugenbreite: 30 mm
  • Von diesen Angaben abweichende Maße sind mit unserer Anwendungstechnik abzustimmen.
  • Der Oberbau muss entsprechend der Belastung tragfähig und langfristig drainfähig sein.
  • Neben einer gebundenen drainfähigen Tragschicht wird in befahrenen Bereichen eine Bettungsschicht mit einer Druckfestigkeit  > 30 N/mm² empfohlen, z. B tubag TPM-D Trass-Pflastermörtel drainfähig. Unzureichend tragfähige Unterlagen können insbesondere unter Verkehrsbelastung zu Verformungen führen, die Schäden an dem Pflaster- und Plattenbelag nach sich ziehen.
  • Grundsätzlich sind nur saubere Pflastersteine zu verwenden, die herstellerseitig für die Verwendung mit dem Pflasterfugenmörtel geeignet sind. Verschmutzungen und haftmindernde Substanzen, wie z. B. Schalöl aus der Pflastersteinproduktion, reduzieren den Haftverbund wesentlich.

Vorbehandlung

  • Die erforderliche Fugentiefe ist durch Ausblasen oder Auskratzen der Fugen herzustellen. Die Pflasterfläche ist im Anschluß trocken zu reinigen.
  • Die Pflasterfläche ist, je nach Saugverhalten, mehrfach gründlich vorzunässen. Beim Einbringen des Pflasterfugenmörtels darf jedoch kein Wasser in den Fugen stehen.

Verarbeitung

Temperatur

  • Nicht verarbeiten und trocknen / abbinden lassen bei Luft-, Material- und Untergrundtemperaturen unter +5°C und bei zu erwartendem Nachtfrost sowie über +30°C, direkter Sonneneinstrahlung, stark erwärmten Untergründen und/oder starker Windeinwirkung.

Anmischen / Zubereiten / Aufbereiten

  • Frischmörtel im Zwangsmischer oder mit Rührquirl anmischen.
  • Beim händischen Anmischen zunächst die bei den technischen Daten angegebene Wassermenge in ein sauberes Gefäß geben und Trockenmörtel einstreuen. Sauberes Leitungswasser verwenden.
  • Material mit einem geeigneten Rührwerk homogen und knollenfrei anmischen. Gegebenenfalls bei weiterer Wasserzugabe nochmals aufrühren und Konsistenz verarbeitungsgerecht einstellen.
  • Konsistenz für die flächige Verfugung fließfähig einstellen.
  • Konsistenz für die senkrechte Verfugung für den Kantenverschluss standfest plastisch einstellen.
  • Nicht mit anderen Produkten und/oder Fremdstoffen vermischen.

Auftragen / Verarbeiten

  • Den Fugenmörtel mittels Gummischieber unter leichtem Druck diagonal zum Fugenverlauf einbringen, so dass die Fugen vollständig, dicht und tief, gefüllt sind.
  • Für den Kantenverschluss ist der Mörtel in standfester Konsistenz mit einer Kelle in die Fuge einzudrücken.
  • Vorverfüllungen mit anderen Baustoffen sind nicht zulässig.
  • Der Mörtel muss in geringer Menge stehen bleiben, da sonst die Reinigung der Oberfläche nicht sichergestellt ist. Die verfugten Flächen sind bis zur Reinigung mit einem weichen Sprühstrahl feucht zu halten.
  • Die Erhärtung ist durch Daumenprobe zu prüfen. Erhärtungsdauer: ca. 30 bis 120 Minuten. Unmittelbar nach der Erhärtung der Fugenoberfläche ist die Pflasterfläche zu reinigen.
  • Je nach Saugfähigkeit und Oberflächengestaltung des Pflasters ist entweder manuell mit einem weichen Wasserstrahl zu reinigen, oder im maschinellen Verfahren, wenn es die ebenflächige Oberflächengestaltung des Pflasters zuläßt.
  • Eventuell zurückbleibende Mörtelreste umgehend mit einer Bürste aufschäumen und entfernen.
  • Bei Belägen mit gefasten Kanten darf die Fuge nach der Reinigung nur bis zur Unterkannte der Fase mit Fugenmörtel gefüllt sein.

Verarbeitbare Zeit

  • ca. 30 Minuten bei flächiger Verfugung (bei +20°C)
  • bei senkrechter Verfugung in plastischer Konsistenz verkürzte Verarbeitungszeiten
  • Niedrige Temperaturen verlängern, hohe Temperaturen verkürzen die Verarbeitungszeit und den Erhärtungsverlauf.
  • Bereits angesteifter Mörtel darf nicht mehr mit zusätzlichem Wasser verdünnt, aufgemischt und weiter verarbeitet werden.

Trocknung / Erhärtung

  • Der frische Mörtel ist vor zu rascher Austrocknung und ungünstigen Witterungseinflüssen wie z. B. Frost, Zugluft, direkter Sonneneinstrahlung sowie vor direkter Schlagregeneinwirkung zu schützen.
  • Der Zeitpunkt, ab dem ein Pflaster- oder Plattenbelag für die Benutzung freigegeben werden kann, richtet sich im Wesentlichen nach der Einbau- und Hydratationstemperatur des Pflasterfugenmörtels. Er gilt nur bei fachgerechtem Aufbau und Verwendung von tubag Bettungsmörtel.
  • Die fertigen Flächen sind im Allgemeinen bei trockenem Wetter nach ca. 24 Stunden für Fußgänger begehbar.
  • Eine Verkehrsfreigabe für Fahrzeuge (PKW) kann frühestens nach 7 Tagen erfolgen.
  • Die Bearbeitung mit Kehrmaschinen kann frühestens nach 7 Tagen erfolgen.
  • Für verbindliche Aussagen sollten Rückstellproben hergestellt werden, die bei den selben klimatischen Bedingungen gelagert werden. Zeitangaben beziehen sich auf +20°C.

Werkzeugreinigung

  • Werkzeuge und Geräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.

Hinweise

  • Wir empfehlen, vor der Ausführung eine Probeverfugung durchzuführen.
  • Bei mehreren Arbeitsabschnitten Bettungsschicht und Fugenfüllung mindestens 1 m verzahnen, so dass die Fugenfüllung nicht direkt über dem Ende des letzten Bettungsabschnitts endet.
  • Auslaufende Fugen sind zu vermeiden. Daher sollte das Ende eines zu verfugenden Abschnitts z. B. mit tubag PFH oder PFH light durch Kantenverschluss verschlossen werden.

Verbrauch / Ergiebigkeit

  • Ergiebigkeit: ca. 15 l Nassmörtel pro Sack
  • Ergiebigkeit: ca. 600 l Nassmörtel pro Tonne
Technische Informationen
Wasserbedarf:ca. 4,7 l pro 25-kg-Sack bei flächiger Verfugung in fließfähiger Konsistenz, ca. 3,5 l pro 25-kg-Sack für den Kantenverschluss bei Zeilen, Rinnen und Borden in standfester Konsistenz
Verarbeitungskonsistenz:fließfähig (flächige Verfugung); plastisch,standfest (senkrechte Verfugung für Kantenverschluss)
Körnung:0-1,2 mm
Druckfestigkeit:≥ 50 N/mm²
Biegezugfestigkeit:≥ 9 N/mm²
Haftzugfestigkeit:≥ 1,5 N/mm²
E-Modul (statisch):≥ 17.000 N/mm²
Fugenbreite:5-30 mm
Fugentiefe:mindestens 2/3 der Steinhöhe, ≥ 30 mm
Verarbeitungszeit:ca. 30 Minuten
Begehbarkeit:nach ca. 24 Stunden
Belastbarkeit:nach ca. 7 Tagen